Windindustrie im Abwärtsstrudel: Überzeichnete Auktionen besiegeln die nächsten Pleiten

Wohlgemerkt: Die geplante Gesetzesänderung Katherina Reiches ist noch nicht beschlossen, geschweige denn in Kraft. Im Vorfeld zeichnet sich aber jetzt schon ab, dass es in der Welt der Energiewende mit ihren erneuerbaren Energien anfängt zu bröckeln. Die im vorherigen Bericht bereits beschriebenen Vorgänge setzen sich fort. Erstes Anzeichen ist die Ausschreibung der Bundesnetzagentur für Windenergie an Land vom 01.08.2026. Zitat aus der Pressemitteilung der BNA: „Die ausgeschriebene Menge betrug in dieser Runde 2.520 Megawatt (MW). Von den 461 eingereichten Geboten mit einem Volumen von 5.250 MW konnte die Bundesnetzagentur 237 Geboten mit einem Umfang von 2.523 MW einen Zuschlag erteilen. 17 Gebote mussten vom Verfahren ausgeschlossen werden.“ Diese starke Überzeichnung der Auktion führte nun dazu, dass die Vergütung für jede erzeugte Kilowattstunde nur noch rund 4,8 Cent beträgt, statt der erlaubten staatlichen Höchstgrenze von 7,25 Cent. Den historischen Verlauf der Vergütungen gibt es hier, die grafische Darstellung ist unten zu sehen.

 

Angesichts dieser Entwicklung ist es nachvollziehbar, dass sich immer mehr Betreiberfirmen zurückhalten oder gar pleitegehen. An diesem Beispiel ist zu sehen, welche Traumrenditen bisher erzielt wurden. Wenn aktuell die Bruttoeinnahmen um mehr als ein Drittel einbrechen, können die laufenden Kosten kaum noch gedeckt, geschweige denn ein Gewinn erzielt werden. Hieraus wird auch deutlich, dass wir als Stromkunden seit Jahrzehnten ein System finanzieren, das nur wenigen Profiteuern dient. Unsere Landesregierung opfert unsere Landschaft für diese Profitjäger und macht dafür jetzt auch nicht mehr vor Naturparks, wie die Lauenburger Seen, halt. Das alles unter dem Deckmantel des Klimaschutz‘, der bewiesenermaßen nicht vorhanden ist, wie der letzte Monitoring-Bericht unserer Landesregierung zeigt.

Titelfoto: W. Tempel, Windräder in Kastorf 

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