Gewöhnen wir uns also schon mal daran (?)

Diese Fotomontage zeigt, wie die Zukunft Klinkrades aussehen könnte.

Die Landesplanung hat nun auch die Synopse mit allen landesweit abgegebenen Stellungnahmen zum Regionalplan Wind veröffentlicht. Das 3623-seitige Dokument ist hier einzusehen. Ein Auszug der Eingaben, „unsere“ Fläche betreffend, ist hier zu finden. Dabei fällt zunächst auf, dass es 18 Stellungnahmen gegen und lediglich drei für den Bau von WEA gibt. Sehr interessant sind dabei die Äußerungen der Betreiberfirma „VSB Neue Energien Deutschland GmbH“: Schreibt sie doch, dass sie bereits seit dem Jahre 2022 mit dem Grundeigentümer in engem Kontakt steht und es bereits verbindliche Vereinbarungen gibt. Die Textpassage gibt’s hier.

In dem Zusammenhang ist diese Aussage unserer Bürgermeisterin aus dem Jahre 2024 zu beachten und unsere Antwort darauf. Des Weiteren sind wir aus der AAW-Fraktion wiederholt dahingehend verbal angegriffen worden, dass wir mit unseren Äußerungen zum Thema Windkraft in Klinkrade Populismus betreiben und eine Spaltung des Dorfes herbeiführen würden. Das Stimmungsbarometer sagt etwas anderes und ist an der Anzahl der Pro und Kontra Stellungnahmen ablesbar. Ebenfalls ist nun klar, dass wir mit unseren Veröffentlichungen genau ins Schwarze getroffen haben, allen Beschwichtigungsversuchen zum Trotz.

Am Rande sei noch erwähnt, dass eine befürwortende Stellungnahme der Gemeindevertretung, beschlossen mit der Einstimmenmehrheit der AAW-Fraktion, von der Kommunalaufsicht „einkassiert“ wurde, weil AAW-Gemeindevertreter so unverfroren waren, über ihre eigenen wirtschaftlichen Interessen abzustimmen und nicht, wie von der Gemeindeordnung vorgesehen, den Tagungsraum wegen Befangenheit verlassen haben.

Es wird nun so aussehen, dass die Arbeit des Vereins „Duvenseer Moor e.V.“ zunichte gemacht wird. Alle Windkraftbefürworter, die als Mitglieder des Vereinsvorstands vorgeben, für den Erhalt der Natur einzutreten, sollten den Anstand haben, sofort zurückzutreten. Ministerpräsident Günthers Aussage, dass die Arbeit des Vereins ein „Leuchtturmprojekt für ganz Schleswig Holstein“ sei, ist offensichtlich nichts weiter als eine substanzlose, leere Worthülse.

Es bleibt aber eine sehr realistische Chance, dass trotz allem keine WEA in Klinkrade, und übrigens auch im Naturpark Lauenburgische Seen, gebaut werden: Bis zum 01.01.2027 muss das EEG nach europäischem Recht novelliert werden, siehe diesen „Focus“-Bericht. Geschieht dies nicht, entfällt die Sicherheit für eine Kreditfinanzierung der WEA-Bauvorhaben. Wir können die zukünftige Entwicklung also zumindest etwas gelassen abwarten.

Auf die Fahne schreiben können wir uns schlussendlich, dass es uns als Wählergemeinschaft KfK e.V. gelungen ist, rund 16 Jahre lang den Bau von Windrädern in Klinkrade verhindert zu haben. Die Historie unseres Widerstands spiegelt sich auf dieser Webseite wider. Wer weiß, wozu es gut war. (?)

So wie auf dieser Fotomontage könnte es aus Blickrichtung vom Moor nach Klinkrade (oben links) aussehen.

„Das Vorranggebiet überschneidet sich mit den Randbereichen um landesweit bedeutsame Schlafgewässer der Kraniche. Nach Datenlage des LfU handelt es sich jedoch nicht um einen Bereich, der aufgrund eines hohen artenschutzrechtlichen Konfliktpotenzials von der Windenergienutzung freigehalten werden muss. Es wird auf das Datenblatt zu Fläche verwiesen.“ (Auszug aus dem Textbaustein der Landesplanung zu den Stellungnahmen zur genehmigten Vorrangfläche.)

Dazu mag sich jeder seine Meinung bilden

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